Bundesverband BWA ist in Nürnberg aktiv und hat Netzwerk-Gedanken im Blick
Nürnberg - Im Vordergrund steht der Netzwerk-Gedanke. Das Anliegen verfolgt der Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA).
Vorbild ist auch ein Satz von John F. Kennedy:"Fragt nicht, was Euer Land für Euch tun kann, fragt vielmehr, was Ihr für Euer Land tun könnt!."
"Unternehmer müssen hin und wieder auch über den eigenen Tellerrand und die eigene Branche hinausschauen", erklärt Gerhardt Merkel, der Präsident des BWA-Landesverbandes Bayern. "Bei Gesprächen mit anderen kommen dann leichter Ideen, wie man selber weiter vorankommt".
Plattform für den Austausch
Der BWA bietet sich als Plattform für einen solchen Austausch an und versteht dies als eine praktische Wirtschaftsförderung. Andreas Geuss, der Landesgeschäftsführer für Bayern:"Unternehmer sind als Lenker oft ganz auf sich allein gestellt. Mit den Sorgen und Problemen zu den Mitarbeitern zu gehen und zu sagen, ich weiß nicht mehr weiter, das bringt keine Lösung".
Der BWA besteht seit sechs Jahren. Inzwischen hat er rund 1300 Mitglieder in Deutschland, davon an die 120 in Bayern. Es handelt sich um führende Unternehmen aus dem Mittelstand, aber auch Konzerne. Merkel: "Die Mischung bringt uns weiter".
Geschäftsführer für Franken
Etwa 200 haben sich in einem engeren "Senat" zusammengefunden - darunter sind die Besitzer oder Geschäftsführer von acht Unternehmen im Nürnberger Raum, die zusammen rund 25.000 Mitarbeiter beschäftigen. Der BWA-Vorstand beschloss jetzt, einen eigenen Landesgeschäftsführer für Franken und die Oberpfalz zu berufen. Er wird seinen Hauptsitz in Nürnberg haben und eng mit dem BWA-Senatsmitglied Klaus Kobjoll vom "Schindlerhof" zusammenarbeiten.
Der Gedankenaustausch mit der Politik und die Politikberatung steht des Weiteren ganz weit oben auf der Tagesordnung des Verbandes. Die Themen? Geuss:"Eigentlich alles, was die Wirtschaft betrifft und Nachhaltigkeit verspricht". Das "Gemeinwohl" sei dabei im Blick.
Lieber im Hintergrund
Große Publizität sucht der BWA dabei nicht. Geuss: "Wir wollen lieber im Hintergrund tätig sein. Um mit Politikern in Dialog treten zu können, ist ein Vertrauensverhältnis notwendig. Dabei ist es nicht hilfreich, wenn am nächsten Tag gleich jeder Gedanke in der Zeitung steht".
Neben dem "Networking" und der Politikberatung ist der Außenhandel die dritte Säule im Profil des Verbandes. An die 400 BWA-Mitglieder, so Geuss, haben Niederlassenungen im Ausland und dort deutsche Mitarbeiter, die im Netzwerk Hilfestellung geben können.
Im "Global Economic Network"
Der BWA ist die deutsche Sektion des "Global Economic Network". Es hat den BWA-Vorsitzenden Professor Franz Josef Radermacher vom Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung als Präsidenten und den Nobelpreisträger Muhammad Yunus als Ehrenpräsidenten.
Der BWA bekennt sich in diesem Zusammenhang als erster deutscher Wirtschaftsverband zur "Initiative Planetary Contract" (Global Marshall Plan) zu ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhängen und fühlt sich dem Inhalt der "Millenium Goals" der Uno verpflichtet. Das gemeinsame Wohl der Menschheit wird in diesem Verbund als Ziel von Wirtschaft verstanden.
Autor: Wolfgang Mayer (21.12.2009 16:24 MEZ)
Im Original erschienen auf http://www.nn-online.de/
Unternehmer müssen über ihren Tellerrand schauen


